Brautpaar bei der Trauung unter einem Blumenbogen im warmen Abendlicht
4. Juli 2026

Was kostet eine Hochzeit in der Schweiz?

«Mit wie viel müssen wir eigentlich rechnen?» Diese Frage steht am Anfang fast jeder Planung – und meistens folgt darauf ein «kommt darauf an», das niemandem weiterhilft. Natürlich hängt am Ende alles von euren Wünschen ab. Trotzdem lässt sich ein Gefühl für die Zahlen geben, und genau darum geht es hier.

Die folgenden Beträge sind Richtwerte für die Schweiz, keine Preisliste. Sie sollen euch helfen, ein realistisches Budget aufzustellen und einzuschätzen, wo das Geld hingeht.

Womit ihr insgesamt rechnen solltet

Für eine Hochzeit mit rund 50 bis 80 Gästen liegt das Gesamtbudget in der Schweiz meist zwischen CHF 30’000 und 50’000. Nach oben und unten ist viel Spielraum – eine kleine, feine Feier ist für deutlich weniger möglich, eine grosse mit vielen Extras auch deutlich teurer.

Zwei Posten machen dabei fast immer den grössten Teil aus: Location und Verpflegung. Zusammen sind das oft mehr als die Hälfte des gesamten Budgets. Wer beim Gesamtbetrag steuern möchte, setzt hier den grössten Hebel an – meistens über die Gästezahl.

Die Kosten pro Posten

PostenTypische Spanne (CHF)
Location (Miete)500 – 8’000
Essen & Getränke120 – 300 pro Person
Fotograf1’500 – 6’000
Videograf1’500 – 5’000
Musik (DJ oder Band)500 – 4’000
Floristik & Deko1’000 – 10’000
Brautkleid & Anzugzusammen ca. 10–15 % des Budgets
Freie Rednerin / Redner500 – 2’500
Papeterie (Einladungen, Menükarten …)einige Hundert – mehrere Tausend
Ringeab 1’000
Haare & Make-upeinige Hundert

Ein paar Hinweise dazu: Die standesamtliche Trauung selbst kostet nur die Gebühren des Zivilstandsamts – das ist der kleinste Posten auf der Liste. Die Torte läuft oft über das Catering oder wird pro Person gerechnet. Und bei Floristik und Location ist die Spanne so gross, weil «Deko» vom einzelnen Brautstrauss bis zur kompletten Ausstattung mit Mobiliar alles bedeuten kann.

Beim Fotografen lohnt sich der genaue Blick

Auf die Fotografie entfallen erfahrungsgemäss rund 10 bis 15 Prozent des Gesamtbudgets. Die Spanne ist gross, weil «Fotograf» vom Hobby bis zum erfahrenen Profi alles heissen kann – und weil eine kurze Begleitung im Standesamt etwas ganz anderes ist als eine Ganztagesreportage.

Was hinter den Zahlen steckt und woran ihr erkennt, wofür ihr bezahlt, habe ich ausführlich im Ratgeber Was kostet ein Hochzeitsfotograf in der Schweiz? aufgeschrieben.

Prioritäten statt Rotstift

Der wichtigste Gedanke zum Schluss: Nicht jeder Posten muss der teuerste sein – aber ihr solltet bewusst entscheiden, wo er es sein darf. Dem einen Paar ist die Musik wichtig, dem anderen das Essen, dem nächsten die Bilder, die als Einzige vom Tag übrig bleiben. Legt für euch fest, was oben steht, und spart dort, wo es euch weniger bedeutet.

Ein ehrlicher Hinweis noch: Sparen heisst nicht immer verzichten – und Verzicht spart nicht immer wirklich. Wer eine Leistung streicht, um Geld zu sparen, zahlt am Ende oft mit Zeit und Nerven. Eine sehr günstige «Nicht-Location», in der ihr alles selbst organisiert, kommt unterm Strich häufig gleich teuer wie eine richtige Hochzeitslocation – nur mit viel mehr Aufwand.

So behaltet ihr den Überblick

Am einfachsten plant ihr das Budget in einer Tabelle, die selbst mitrechnet. Genau dafür gibt es meinen gratis Hochzeitsplaner als Excel – mit einem Budget-Blatt in CHF, das euch geplante und tatsächliche Kosten nebeneinander zeigt und laufend den verbleibenden Betrag ausrechnet. Ohne Anmeldung, ohne Haken.

Und wenn ihr an dem Punkt seid, an dem ihr über die Fotografie nachdenkt: Ich begleite Hochzeiten in der ganzen Deutschschweiz als Hochzeitsreportage. Schaut euch die Preise an oder schreibt mir über die Kontakt-Seite – ganz unverbindlich.

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